Weihnachten: St. Magnus und St. Vitus

Jemand muss dich erwarten, Herr, wenn du kommst,

jemand muss mit dir rechnen inmitten der Stadt.

Jemand muss nach dir Ausschau halten

zwischen Akten, Arbeit und Konferenzen.

Wer weiß denn schon, wo du auftauchst?

Jemand muss wachen auf den Fluren dieser Welt.

Jemand muss dein Ebenbild erkennen in den Kollegen,

die nichts von dir wissen wollen

und sie spüren lassen, dass du da bist und sie liebst.

Jemand muss doch daran denken,

dass du es bist, der uns am Leben erhält.

Hoffen ist unser Dienst, hoffen für viele.

Herr, durch unseren Alltag kommst du in die Welt,

durch unsere Herzen zu denen,

die ohne Hoffnung leben und es nicht einmal wissen.

Jemand muss doch für die beten,

die Glaubende für weltfremde Spinner halten,

und eine Kerze der Hoffnung entzünden,

wenn es nichts mehr zu sagen gibt.

Zu glauben und zu bleiben sind wir da,

festzuhalten an deinem Wort,

wenn sich andere alle Türen offen halten, -

im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, -

Zu glauben und zu bleiben sind wir da, um

unseren Kindern Mut zu machen zum Glauben,

wenn andere alles wissen und kaufen.

Herr, jemand muss deine Ferne aushalten,

ohne an deinem Kommen zu zweifeln, -

dein Schweigen aushalten und doch von dir sprechen, -

an dir festhalten, zu dir singen und beten, -

mit anderen und für andere aus dir heraus leben

und vor allem – dankbar sein. 

 

Autorin unbekannt nach der Vorlage 

„Jemand muss dich erwarten, Herr“

von Sr. Silija Walter

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kath. Pfarramt St. Magnus Fischbach, Heiligenbergstr. 1, 88048 Friedrichshafen, Telefon 07541 952999-0, Fax 07541 952999-88, stmagnus.friedrichshafen@drs.de