Jugend unterwegs...

Kanada + Costa Rica

 

Sarah und Rebecca, zwei Ministrantinnen von St. Magnus, planen gerade ihren Freiwilligendienst im Ausland.

 

Wie wir die zwei Ministrantinnen unserer Seelsorgeeinheit unterstützen können – lesen Sie hier im aktuellen Interview!

Interview Freiwilligendienst

Die Fragen stellten: Johanna Baumgärtner und Christina Schraff

 

Liebe Rebecca, liebe Sarah,

würdet ihr euch und euren Freiwilligendienst

kurz vorstellen? 

  • Rebecca:

Ich heiße Rebecca Brugger, bin 18 Jahre alt und bin Ministrantin in St.Magnus Fischbach. Ich habe im Sommer 2020 mein Abitur gemacht, jetzt möchte ich gerne einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst – „IJFD“ machen.

 

Dies ist ein Freiwilligendienst des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der jungen Leuten ermöglicht, im Ausland als Freiwilliger zu arbeiten und gleichzeitig vom Staat gefördert wird. IJFD arbeitet mit Entsendeorganisation zusammen, meine Organisation heißt Eirene.

 

Ursprünglich wollte ich nach Costa Rica gehen, doch weil Costa Rica immer noch als Corona Risikogebiet gilt, hat mir Eirene Ersatzstellen in Europa angeboten. Daraufhin habe ich mich für einen Freiwilligendienst in Nordirland entschieden. Dort werde ich in der „Camphill Community Holywood“ arbeiten. Holywood ist ein Vorort der Nordirischen Hauptstadt Belfast.

In Camphill Communities leben und arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, auf der Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners. Camphill Holywood betreibt eine Bäckerei, ein Café und ein Restaurant. Dort werde ich mithelfen.

  • Sarah:

Mein Name ist Sarah Käser, ich bin 19 Jahre alt und ebenfalls Ministrantin in St.Magnus. Auch ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und werde nun im Anschluss einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst in Kanada absolvieren. Hierbei habe ich mich für den Verein für internationalen und interkulturellen Austausch (VIA e.V.) entschieden, der mit der britischen Organisation Lattitude Global Volunteering eng zusammenabreitet. 

  

Meine Einsatzstelle liegt in Duncan, einer kleinen Stadt auf Vancouver Island und ist die Queen Margaret´s School. Das ist ein Internat, ich arbeite in der Grundschule und kann dort verschiedene Aufgaben übernehmen, z.B. die Gestaltung von Freizeitaktivitäten, oder die Unterstützung und Nachhilfe in und außerhalb des Unterrichts.

Was motiviert euch, diesen Freiwilligendienst zu machen

und warum in genau diesem Land? 

 

  • Sarah:

​​​Bei uns beiden steht an erster Stelle, dass wir mit unserem Einsatz den Menschen vor Ort helfen wollen. Wir sehen die Möglichkeit eines solchen Freiwilligendienstes als einmalige Chance an, denn während man sich im Ausland sozial engagiert, kann man dabei einzigartige Erfahrungen sammeln, die einen vermutlich ein Leben lang prägen werden. 

  • Rebecca:

Ich freue mich ebenfalls die Nordiren und deren Kultur kennen zu lernen. Auf der anderen Seite repräsentiert man dort das eigene Land. Wahrscheinlich werden einige wissen wollen, wie das Leben hier in Deutschland ist. Denn für sie ist unsere Kultur genauso unbekannt wie für uns deren Kultur. Diesen Austausch der Kulturen finde ich sehr spannend.

  • Sarah: 

Da kann ich mich Rebecca nur anschließen. Ich finde es wichtig und spannend, Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Werte und Sprache zu bauen und dabei respektvoll aufeinander zuzugehen. Kanada ist berühmt für seine äußerst freundliche und zuvorkommende Bevölkerung und für seine ethnische Vielfalt und genau das weckt mein Interesse für dieses Land. Nicht zuletzt ist die kanadische Natur sehr vielfältig und bietet wunderschöne Landschaften mit einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenwelt. Das zweitgrößte Land der Welt erstreckt sich über eine Fläche von rund 9,98 Millionen Quadratkilometern, von der insgesamt nur ein Prozent vom Menschen besiedelt ist. Zahlreiche Naturparks mit Gebirgen, Gletschern, türkisblauen Seen, Polarlichtern und Wäldern sind hier zu erkunden. Im Kontrast dazu faszinierten mich die zahlreichen Metropolen wie Vancouver und Toronto. 

  • Rebecca:

Auch in Nordirland gibt es eine wunderschöne Natur. Wer an Irland denkt, denkt vielleicht an Kobolde, Burgen und grüne Wiesen. Über Nordirland wissen viele aber wenig. Nordirland liegt zwar auf derselben Insel wie Irland, gehört aber trotzdem zum Vereinigtem Königreich. Als sich Irland 1921 vom Vereinigten Königreich trennte und ein eigener Staat wurde, beschloss Nordirland diesem nicht beizutreten, sondern Teil des Vereinigten Königreichs zu bleiben. Dies hatte religiöse und politische Gründe.  Ich finde die Geschichte Nordirlands sehr spannend. Außerdem finde ich die Tätigkeiten meiner Einsatzstelle sehr interessant und ich freue mich, in der Bäckerei zu arbeiten.

 

 

Was erwartet ihr von dem Jahr?

Was sind eure Ziele?

Worauf freut ihr euch zurzeit am meisten?

 

  • Rebecca:

Ich hoffe natürlich, dass ich den Menschen vor Ort helfen kann mit meinem Freiwilligendienst, aber gleichzeitig auch, dass ich dort viel Spaß haben werde und tolle, neue Freunde finde.

Am besten wäre es natürlich, wenn ich zurückkomme und fließend Spanisch spreche. Ich kann gar nicht sagen, auf was ich mich am meisten freue.

Ich freue mich allgemein auf dieses Abenteuer und auf die neuen Erfahrungen.  

  • Sarah:

Mein Ziel ist es, die Einheimischen näher kennenzulernen und sie vielfältig zu unterstützen. Dabei erhoffe ich mir, neue Freundschaften knüpfen zu können, sowie meine Englischkenntnisse zu erweitern.

Außerdem wünsche ich mir, durch dieses Jahr ein Stück weit an berufliche Erfahrungen zu sammeln. Zurzeit freue ich mich auf verschiedene Dinge, wie etwa die vielen neuen Eindrücke, die mich prägen werden und das Kennenlernen von Land und Leuten. 

 

 

Gibt es etwas, das euch im Voraus verunsichert? 

 

  • Rebecca:

Ich glaube, jeder hat vor so einer großen Herausforderung, etwas, dass ihn verunsichert. Auch wenn ich aus der Schule gut Englisch sprechen kann, habe ich Angst, dass ich zu Beginn den irischen Akzent kaum verstehen werde. Ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis ich Freunde gefunden habe und ob ich lange brauchen werde, bis ich mich in meiner Arbeitsstelle gut eingearbeitet habe. Ich hoffe natürlich, dass ich mich schnell an das Leben dort gewöhne und nicht überfordert bin mit der neuen Kultur und deren Mentalität. Ich glaube auch, dass Heimweh ganz normal sein wird. 

  • Sarah:

Ich bin davon überzeugt, dass gewisse Zweifel und Unsicherheiten vor solch einem großen Schritt ganz normal und auch wichtig sind. Mir geht es dabei vor allem um meine Familie und Freunde, die ich in der Zeit vermutlich nur über das Internet erreichen kann. Dabei stelle ich mir die Frage, ob es möglich ist, den Kontakt zu all seinen Freunden aufrecht zu erhalten, was ich mir natürlich wünschen würde. Zudem kenne ich die meisten Menschen noch nicht, mit denen ich in Kanada zusammenarbeiten werde. Deshalb hoffe ich darauf, dass ich mit den Menschen vor Ort gut auskommen werde und sich Kanada vielleicht sogar wie ein zweites Zuhause für mich anfühlen wird. 

 

 

Wie bereitet ihr euch auf euer Jahr vor? 

Wir haben gehört, dass ihr Spenden sammelst. Wie ist der aktuelle Stand?

Wie kann man euch unterstützen? 

 

  • Sarah und Rebecca:

Zum einen informieren wir uns über das Land und unsere jeweilige Einsatzstelle. Rebecca lernt fleißig Spanisch und Sarah frischt ihr Englisch auf. Vor unserem Dienst gibt es aber noch ein Vorbereitungsseminar von unseren Organisationen. Natürlich gehört auch dazu, dass man unzählige Formulare beantragen und ausfüllen, sowie zum Arzt gehen muss.

Der Freiwilligendienst wird zwar zum Teil vom Staat gefördert, trotzdem bleibt am Ende ein Restbetrag von ca. 3.500 € bei Rebecca und 4.200 € bei Sarah übrig, den der Freiwillige mithilfe von Spenden beisteuern muss. 

  • Rebecca:

Es läuft bis jetzt schon ganz gut. Ich habe so vielen Leuten wie möglich von meinem Vorhaben erzählt, dabei ist man teilweise ganz überrascht, wer alles etwas spendet. Zum einen habe ich schon viel Unterstützung von meinen Verwandten und Freunden erhalten, aber auch von Leuten, die ich gar nicht persönlich kenne. Als ich zum Beispiel meiner Oma von meinem Dienst erzählt habe, hat sie ihren Freunden davon erzählt, die es wiederrum weitererzählt haben. 

Wichtig: Bisher eingegangene Spenden können natürlich nun für mein neues Projekt verwendet werden.

  • Sarah:

Zum anderen haben Rebecca und ich über die Kirche und mit Hilfe von Michael Benner schon eine große Unterstützung erhalten. An dieser Stelle schonmal ein riesiges Dankeschön an Michael Benner und auch an alle, die uns ebenfalls unterstützen wollen, wie zum Beispiel der Kirchengemeinderat!

  • Rebecca und Sarah:

Im März war eigentlich geplant, dass wir einen Kuchenverkauf machen und uns in der Kirche vorstellen. Dies hat nun wegen des Coronavirus leider nicht geklappt. Wir hoffen natürlich, dass wir das bald nachholen können!!

Wenn Sie nun, liebe Leser, Interesse an unserem Freiwilligendienst bekommen haben und uns evtl. unterstützen möchten, können Sie sich gerne unsere Flyer anschauen oder Sie melden sich per E-Mail oder Telefon bei uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer zum Freiwilligendienst von Sarah und Rebecca - hier als Download:

Flyer_Freiwilligendienst- Sarah Käser
IJFD_Flyer_Sarah Käser.pdf
PDF-Dokument [265.0 KB]
Flyer_Freiwilligendienst- Rebecca Brugger
Freiwilligendienst Rebecca Brugger Nordi[...]
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