Jugend unterwegs...

Kanada + Costa Rica

 

Sarah und Rebecca, zwei Ministrantinnen von St. Magnus, planen gerade ihren Freiwilligendienst im Ausland.

Sie möchten ein Jahr lang in einer Schule mitarbeiten und dort Kinder unterstützen.

 

Wie wir die zwei Ministrantinnen unserer Seelsorgeeinheit unterstützen können – lesen Sie hier im aktuellen Interview!

Interview Freiwilligendienst

Die Fragen stellten: Johanna Baumgärtner und Christina Schraff

 

Liebe Rebecca, liebe Sarah,

würdet ihr euch und euren Freiwilligendienst

kurz vorstellen? 

  • Rebecca:

Ich heiße Rebecca Brugger, bin 17 Jahre alt und bin Ministrantin in St. Magnus Fischbach. Im Moment gehe ich noch zur Schule, ich mache aber dieses Jahr mein Abitur. Danach möchte ich gerne einen Freiwilligendienst mit „weltwärts“ machen.

 

Dies ist ein entwicklungspolitischer Dienst, der, genau wie Sarahs Dienst, vom Staat gefördert wird. Weltwärts und IJFD arbeiten beide mit Entsende-organisation zusammen, meine Organisation heißt Eirene.

Ich habe mich für einen Freiwilligendienst in dem Land Costa Rica in Mittelamerika entschieden. Dort werde ich in einer Schule mithelfen, zum Beispiel beim Deutsch- und Englischunterricht. Diese Schule wird von der Organisation URCOZON unterstützt, die es ärmeren Kindern ermöglicht, dort auf die Schule zu gehen.

Wahrscheinlich werde ich innerhalb der Organisation auch noch in anderen Projekten mithelfen können, zum Beispiel der Mülltrennung.

  • Sarah:

Mein Name ist Sarah Käser, ich bin 18 Jahre alt und ebenfalls Ministrantin in

St. Magnus. Auch ich werde dieses Jahr mein Abitur machen und im Anschluss einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst in Kanada absolvieren.

Hierbei habe ich mich für den Verein für internationalen und interkulturellen Austausch (VIA e.V.) entschieden, der mit der britischen Organisation Lattitude Global Volunteering eng zusammenarbeitet.

 

Meine Einsatzstelle wird eine kanadische Schule in einer englischsprachigen Provinz (entweder Internat oder Privatschule) sein, an der ich verschiedene Aufgaben, wie z.B. die Gestaltung von Freizeitaktivitäten sowie die Unterstützung und Nachhilfe in und außerhalb des Unterrichts übernehmen werde. Den konkreten Ort samt Einsatzstelle werde ich im Laufe der nächsten Wochen erfahren.

Was motiviert euch, diesen Freiwilligendienst zu machen

und warum in genau diesem Land? 

 

  • Sarah:

​​​Bei uns beiden steht an erster Stelle, dass wir mit unserem Einsatz den Menschen vor Ort helfen wollen. Wir sehen die Möglichkeit eines solchen Freiwilligendienstes als einmalige Chance an, denn während man sich im Ausland sozial engagiert, kann man dabei einzigartige Erfahrungen sammeln, die einen vermutlich ein Leben lang prägen werden. 

  • Rebecca:

Ich freue mich ebenfalls, die „Ticos“ und „Ticas“ (so heißen die Einwohner in Costa Rica) kennenzulernen, vor allem, weil die Kultur dort so anders ist.

Auf der anderen Seite repräsentiert man dort das eigene Land. Wahrscheinlich werden einige wissen wollen, wie das Leben hier in Deutschland ist, denn für sie ist unsere Kultur genauso unbekannt, wie für uns deren Kultur. Diesen Austausch der Kulturen finde ich sehr spannend. 

  • Sarah: 

Da kann ich mich Rebecca nur anschließen. Ich finde es wichtig und spannend, Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Werte und Sprache zu bauen und dabei respektvoll aufeinander zuzugehen. Kanada ist berühmt für seine äußerst freundliche und zuvorkommende Bevölkerung und für seine ethnische Vielfalt und genau das weckt mein Interesse für dieses Land. Nicht zuletzt ist die kanadische Natur sehr vielfältig und bietet wunderschöne Landschaften mit einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenwelt. Das zweitgrößte Land der Welt erstreckt sich über eine Fläche von rund 9,98 Millionen Quadratkilometern, von der insgesamt nur ein Prozent vom Menschen besiedelt ist. Zahlreiche Naturparks mit Gebirgen, Gletschern, türkisblauen Seen, Polarlichtern und Wäldern sind hier zu erkunden. Im Kontrast dazu faszinierten mich die zahlreichen Metropolen wie Vancouver und Toronto. 

  • Rebecca:

Für Costa Rica habe ich mich entschieden, weil ich das Land unglaublich interessant finde. Das Land hat eine wunderschöne Natur, es gibt dort zum Beispiel Regenwälder mit seltenen Tier- und Pflanzenarten, aber auch Berge, Vulkane und zwei Meeresküsten, die Atlantik- und die Pazifikküste. Aus diesem Grund steht 25% der Landesfläche unter Naturschutz. Außerdem möchten wir unsere Sprachkenntnisse in der jeweiligen Sprache verbessern. Ich kann schon etwas Spanisch, aber nicht so gut.

 

 

Was erwartet ihr von dem Jahr?

Was sind eure Ziele?

Worauf freut ihr euch zurzeit am meisten?

 

  • Rebecca:

Ich hoffe natürlich, dass ich den Menschen vor Ort helfen kann mit meinem Freiwilligendienst, aber gleichzeitig auch, dass ich dort viel Spaß haben werde und tolle, neue Freunde finde.

Am besten wäre es natürlich, wenn ich zurückkomme und fließend Spanisch spreche. Ich kann gar nicht sagen, auf was ich mich am meisten freue.

Ich freue mich allgemein auf dieses Abenteuer und auf die neuen Erfahrungen.  

  • Sarah:

Mein Ziel ist es, die Einheimischen näher kennenzulernen und sie vielfältig zu unterstützen. Dabei erhoffe ich mir, neue Freundschaften knüpfen zu können, sowie meine Englischkenntnisse zu erweitern.

Außerdem wünsche ich mir, durch dieses Jahr ein Stück weit an berufliche Erfahrungen zu sammeln. Zurzeit freue ich mich auf verschiedene Dinge, wie etwa die vielen neuen Eindrücke, die mich prägen werden und das Kennenlernen von Land und Leuten. 

 

 

Gibt es etwas, das euch im Voraus verunsichert? 

 

  • Rebecca:

Ich glaube, jeder hat vor so einer großen Herausforderung, etwas, das ihn verunsichert. Bei mir ist es auf jeden Fall das Spanischsprechen. Ich übe zwar schon jetzt Spanisch, aber ich habe trotzdem etwas Angst davor, dass ich mich am Anfang kaum verständigen kann und dass ich nicht verstehe, was meine Mitmenschen mir sagen wollen. Ich hoffe natürlich auch, dass ich mich schnell an das Leben dort gewöhne und nicht allzu überfordert bin mit der neuen Kultur und deren Mentalität.

  • Sarah:

Ich bin davon überzeugt, dass gewisse Zweifel und Unsicherheiten vor solch einem großen Schritt ganz normal und auch wichtig sind. Mir geht es dabei vor allem um meine Familie und Freunde, die ich in der Zeit vermutlich nur über das Internet erreichen kann. Dabei stelle ich mir die Frage, ob es möglich ist, den Kontakt zu all seinen Freunden aufrecht zu erhalten, was ich mir natürlich wünschen würde. Zudem kenne ich die meisten Menschen noch nicht, mit denen ich in Kanada zusammenarbeiten werde. Deshalb hoffe ich darauf, dass ich mit den Menschen vor Ort gut auskommen werde und sich Kanada vielleicht sogar wie ein zweites Zuhause für mich anfühlen wird. 

 

 

Wie bereitet ihr euch auf euer Jahr vor? 

Wir haben gehört, dass ihr Spenden sammelst. Wie ist der aktuelle Stand?

Wie kann man euch unterstützen? 

 

  • Sarah und Rebecca:

Zum einen informieren wir uns über das Land und unsere jeweilige Einsatzstelle. Rebecca lernt fleißig Spanisch und Sarah frischt ihr Englisch auf. Vor unserem Dienst gibt es aber noch ein Vorbereitungsseminar von unseren Organisationen. Natürlich gehört auch dazu, dass man unzählige Formulare beantragen und ausfüllen, sowie zum Arzt gehen muss.

Der Freiwilligendienst wird zwar zum Teil vom Staat gefördert, trotzdem bleibt am Ende ein Restbetrag von ca. 3.500 € bei Rebecca und 4.200 € bei Sarah übrig, den der Freiwillige mithilfe von Spenden beisteuern muss. 

  • Rebecca:

Es läuft bis jetzt schon ganz gut. Ich habe so vielen Leuten wie möglich von meinem Vorhaben erzählt, dabei ist man teilweise ganz überrascht, wer alles etwas spendet. Zum einen habe ich schon viel Unterstützung von meinen Verwandten und Freunden erhalten, aber auch von Leuten, die ich gar nicht persönlich kenne. Als ich zum Beispiel meiner Oma von meinem Dienst erzählt habe, hat sie ihren Freunden davon erzählt, die es wiederrum weitererzählt haben. 

  • Sarah:

Zum anderen haben Rebecca und ich über die Kirche und mit Hilfe von Michael Benner schon eine große Unterstützung erhalten. An dieser Stelle schonmal ein riesiges Dankeschön an Michael Benner und auch an alle, die uns ebenfalls unterstützen wollen, wie zum Beispiel der Kirchengemeinderat!

  • Rebecca und Sarah:

Im März war eigentlich geplant, dass wir einen Kuchenverkauf machen und uns in der Kirche vorstellen. Dies hat nun wegen des Coronavirus leider nicht geklappt. Wir hoffen natürlich, dass wir das bald nachholen können!!

Wenn Sie nun, liebe Leser, Interesse an unserem Freiwilligendienst bekommen haben und uns evtl. unterstützen möchten, können Sie sich gerne unsere Flyer anschauen oder Sie melden sich per E-Mail oder Telefon bei uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer zum Freiwilligendienst von Sarah und Rebecca - hier als Download:

Flyer_Freiwilligendienst- Sarah Käser
IJFD_Flyer_Sarah Käser.pdf
PDF-Dokument [265.0 KB]
Flyer_Freiwilligendienst- Rebecca Brugger
Flyer_Rebecca Brugger.pdf
PDF-Dokument [422.2 KB]
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