Kapellen

Gedächtnisstätte an der Windhager Straße:

Der Ökonom und Anwalt Johann Waggershauser ließ am Ortsausgang nach Windhag im Jahr 1921 als Dank für glückliche Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg ein neues Feldkreuz errichten. In das Feldkreuz war ein Bronzebildnis vom Guten Hirten eingelassen, umgeben von den Inschriften

,,Ich bin der gute Hirt und gebe mein Leben hin für meine Schafe
Joh. 10.11.15”
 und

,,Guter Hirt, beschütz uns Arme, Jesus, unser dich erbarme,
Vater unser”

In unmittelbarer Nähe zu diesem Feldkreuz befanden sich im Zweiten Weltkrieg beiderseits der Windhager Straße die schweren Heimat-Flak-Batterien 230 / 215/ VII, die am 3. August 1944 einem schweren Luftangriff ausgesetzt waren. Vierzig Personen sind damals in Schnetzenhausen ums Leben gekommen: 4 Flaksoldaten, 23 Flakhelfer im Alter von 16 und 17 Jahren sowie 13 Zivilpersonen.

In Erinnerung an diese Katastrophe erstellten 1984 ehemals hier stationierte Flakhelfer aus Ebingen neben dem Feldkreuz einen Gedenkstein mit folgender Inschrift auf einer Bronzetafel:

 

„Unseren gefallenen Kameraden der Schweren Heimat - Flak - Batterie 230/215/VII
und den Opfern unter der Bevölkerung von Schnetzenhausen
beim Luftangriff am 3. August 1944“

 

Seither finden in jedem Jahr, in der Regel jeweils am ersten Samstag im August an dieser Stelle eine Gedenkfeiern statt. Sie wird hauptsächlich von den ehemaligen Flakhelfern, darunter Geistliche beider Konfessionen, gestaltet. An besonderen Gedenktagen wird sie von einer Bläsergruppe der Musikkapelle Schnetzenhausen bzw. vom Kirchenchor St. Peter und Paul musikalisch umrahmt.

Im Jahr 1996 ließ Heinz Krantz aus Friedrichshafen an Stelle des Feldkreuzes eine von Architekt Dieter Steier mit großem Einfühlungsvermögen geschaffene Dank- und Gedächtniskapelle errichten. Das Gut-Hirten-Bild vom Feldkreuz und die Bronzetafel vom Gedenkstein sind auf die Außenseite der Kapelle übertragen worden. Eine Inschrift weist auf das historische Geschehen hin. Die Kapelle beinhaltet ein großes Kreuz mit einem armlosen hölzernen Korpus des Gekreuzigten und eine ausdrucksstarke Pieta.

Wir danken Johann Waggershauser, dem heutigen Hofbesitzer und Enkel des gleichnamigen Stifters des Feldkreuzes, für die Erlaubnis, an Stelle des Feldkreuzes eine Kapelle errichten zu dürfen und für die unentgeltliche Überlassung von Grund und Boden. 

Feldkapelle

Auf dem Weg nach Riedern befindet sich eine Feldkapelle, die im Jahr 1881 eingeweiht wurde. Errichtet wurde sie an der Stelle eines Holzkreuzes aus dem Jahre 1812 welches zur Erinnerung an den Russischen Feldzug aufgestellt worden war.Die Pflege beider Kapellen wird ehrenamtlich von den Familien Hildegard und Eugen Angele sowie Oliva Schraff-Sailer und Hans-Peter Sailer übernommen.

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