St. Vitus Kirche

Aus der Geschichte der St. Vitus Kirche

 

1834:

Abbruch der Alten Kirche und Neubau im gleichen Jahr

 

1835:

Aufstellen einen Orgel mit 10 Registern von Orgelbauer Scheffold in Ehingen für 500 Gulden

 

21. Juni 1837

Weihe der Kirche durch Bischof von Rottenburg, Joh. Bapt. Keller

 

1840: 

Anschaffung von drei Altären von Bildhauer Gförer aus Ehingen für 465 Gulden. Ein St. Vitus Bild von Andreas Brugger aus Langenargen war bereits 1804 für 25 Gulden von Anton Schropp aus Muntenried gestiftet worden. Der Rahmen hierfür kostete später 40 Gulden.

 

1862:

Umguss der beiden alten Vitus Glocken in drei neue: 1067 – 508 – 286 Pfund.

 

1864:

14 Stationsbilder des hl. Kreuzweges, gemalt in eichen Rahmen von Maler Fidelis Bentele, Stuttgart, gebürtig von Tettnang; gestiftet von Pfarrer Ströbele und dessen Schwester Josefa (400 Gulden)

 

1866: 

Anschaffung eines Hochaltars (unterer Teil) von Bildhauer Reihing aus Tettnang für 977 Mark und des Vitusaltars, gestiftet von Anton Schropp aus Muntenried für 400 Mark. Marienaltar, gemalt von Wilhelm Traub für 100 Gulden.

 

1874:

Renovation der Orgel mit Einbau von zwei neuen Registern.

 

1882:

Ein neuer Kirchenboden wird eingelegt, Chor und Sakristei auf Kosten Pfarrer Ströbele

 

1896:

Neue Turmuhr von Familie Philipp Hörz aus Ulm.

 

1897: Neuer Hochaltaraufbau mit Kreuzigungsgruppe, gefertigt von Bildhauer Moriz Schlachter, Ravensburg, gestiftet von Max Strobel für 3544 Mark; dazu ein neuer Taufstein mit einer Taufgruppe (Jesus mit Johannes, dem Täufer) und eine neue Kommunionbank; Restaurierung des vormaligen Altarbildes des Hl. Sippe durch Kunstmaler Georg Kitzinger aus Lindau.

 

1900:

Renovation der Orgel durch Orgelbauer Domisch, Stuttgart-Berg, für 340 Mark.

 

1903:

Frl. P. Haug in Friedrichshafen lässt die beiden Seitenaltäre neu fassen.

 

1908:

Neue Kirchenfenster, gestiftet von Agathe Schraff und Lina Bleyer. Neue Farbgebung im Kirchenschiff durch Kunstmaler Schiller-Ostermaier von Ravensburg

 

1918:

Neue Pieta, gefertigt von Bildhauer Sterk in Nürnberg, eine Kopie der berühmten Pieta in der Jakobskirche in Nürnberg, gestiftet von Frau Sauter in Riedern zum Preis von 400 Mark.

 

1914-1918:

Alle drei Glocken müssen abgegeben werden.

 

1922:

Die Kirche erhält drei neue Glocken, gegossen bei der Fa. Bachert in Kochendorf: Kinderglocke – Auferstehungsglocke – Dreifaltigkeitsglocke.

 

1923:

Die alte Dreifaltigkeitsglocke wird nach Pfauhausen für 61,5 Millionen verkauft; eine Statue des hl. Antonius, gestiftet von den Familien Leo Knoblauch und Otto Stötzlin.

 

1929:

Vergrößerung der Empore der Kirche.

 

1942 12./13. Januar:

Ablieferung der großen und mittleren Glocke.

 

1951:

Weihe von zwei neuen Glocken. St. Vitus-Glocke und Marienglocke

Kosten: 10253 DM

 

1956: Ab der Kirchweih von St. Magnus am 18. November durch Bischof Carl-Josef Leiprecht ist st. Vitus nicht mehr Pfarrkirche, die St. Vitus-Glocke und die Marienglocke kommen auf den Turm der neuen St. Magnus-Kirche: 15.Oktober 1956

 

1975:

Eine Fördergemeinschaft sammelt für die Anschaffung einer zweiten Glocke.

 

1978:

Neues Eindecken des Daches und Außenrenovation der Kirche.

 

1982:

Spende eines verstorbenen Gemeindemitgliedes: Friedrich Hotz, zur Anschaffung eine dritten Glocke: 15000 DM

 

1985:

Beginn der Innenrenovation nach dem St. Vitus-Patrozinium am 15. Juni.

 

14. Juni 1986:

Einweihung der renovierten Kirche durch Domkapitular Alfred Ebert, Rottenburg

 

1987:

150 jähriges Jubiläum von St. Vitus am 13. – 14. Juni; Weihe von 2 neuen Glocken durch Dekan Legler, Friedrichshafen. Am Sonntag, 24. Mai Weihe der neuen Orgel durch Weihbischof Dr. A. Herre, am Sonntag, 6. September

 

 

Vom alten zum neuen St. Vitus

 

Solange Fischbach der Pfarrgemeinde Bermatingen einverleibt war, scheint im Orte keine Kirche gewesen zu sein. Erst in der Mitte der 15. Jahrhunderts wurde auf der Stelle, wo die jetzige neue Kirche steht, eine Kapelle erbaut: laut vorliegender urkunde von 1482 wurde am Freitag nach Ostern 1480 durch den damaligen weihbischof Daniel von Konstanz die Kapelle in Fischbach zum hl. Vitus, welches eine Filiale der Pfarrkirche bermatingen ist, de novo (= von neuem) konsektiert mit der Altären. Also was schon länger eine bischöfliche konsektierte Kapelle in Fischbach. Wahrscheinlich was dieselbe im vorausgehenden Städtekrieg durch die Scharen des Hans von Rechberg teilweise zerstört oder durch Frevel entweiht worden.

Nach vielen beendigten Streitigkeiten mit dem Kloster Salem und Bischöflichen-Konstanzischen Ordinate wurde endlich eine Kaplanei errichtet und in Folge dessen der Turm erbaut und die Kapelle erweitert. Durch den Wohltätigkeitssenn der Bürger vermehrte sich das Einkommen, und so wurde sie in eine Curat-Kaplei umgewandelte Kaplanei zu einer selbstständigen Pfarrei erhoben uns an der Kirche abermalifge Verbesserungen und Erweiterungen vorgenommen. Die diesfaltige Zeit ist gänzlich unbekannt. Die Waggershausersche Familie soll nach der Volkssage an der Straße nach Friedrichshafen, wo jetzt ein Kreuz steht , eine Kapelle erbaut haben, die aber wegen Mangel eines Unterhalts-Fonds 1818 abgebrochen und der Erlös zur Verschönerung der alten Mutterkirche verwendet wurde.

Pläne für einen Neubau

Nachdem mehrere Filialen als: Spaltenstein, Manzell, Riedern, Eichenmühle, Hofen der Pfarrei einverleibt wurden, so stellte sich bald das Bedürfnis heraus, die alte Kirche zu erweiten. Aber wer sollte bauen?

Die Kirchenpflege war unvermöglich und die Gemeinde lud die Last auf sämtliche Zehntherren des Pfarrsprengels, während diese die Gemeinde ins Mitleid ziehen wollten. So entstand dann ein Prozess über die Baupflicht der Kirche, welcher 13 Jahre hindurch dauerte und unzählige Schreibereien , Unkosten und Verdreißlichkeiten herbeiführte, bis endlich die höchste Gerichtsstelle entschied:

Die Baufälligkeit der Kirche erfordert höchst notwendig eine Aufbesserung

Sämtliche Zehntherren der Pfarrei haben vereint die Baulast zu tragen

Diese Rechts-Erkenntnis wurde nun unter Vermahnung gegen jeden weiteren Rechtsnachteil und bis auf die Beibringung weiterer Gegenbeweise anerkannt und der Beziksbaumeister Büchler in ravensburg beauftragt, einen Erweiterungsplan und Kostenüberschlag zu fertigen. Dieser Techniker vollführte den Auftrag dahin, dass er auch den Turm um zwei Stockwerke erhöhte und statt des Sattel- ein Pyramidendach auf denselben brachte.

 

Quelle: 150 Jahre St. Vitus - Juni 1987, (Festschrift)

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