4. Wallfahrt auf die Insel Reichenau

KiamO - In Bewegung kommen - Wallfahrt auf der Reichenau

 

Die geistlichen Haltungen miteinander einzuüben und sie mit Zeugen des Glaubens auf der Klosterinsel Reichenau zu verknüpfen, war die Idee, die der Gemeinsame Ausschuss der SE FN West aufgegriffen hat.

 

Der Pastoralausschuss hat die inhaltliche Gestaltung übernommen. So ging es los mit über 80 Pilgerinnen und Pilgern. Im Münster Maria und Markus wurde der Wortgottesdienst gefeiert, mit einer eigenen Ministrantenschar und unserem Nachwuchsorganisten Maurice Messmer, der furios die Wallfahrt mit großen Klängen eröffnete. Wenige Tage nach dem Fest des Evangelisten Markus, nach dem ja das Münster mitbenannt ist, weil Reliquien von ihm dort ruhen, wurde das Festtagsevangelium aufgenommen, das der Pilgergruppe die Marschrichtung vorgab und Ermutigung für unser tätiges Christsein ausstrahlt.

Mit dem Vortragekreuz an der Spitze machte sich die Pilgergemeinschaft zur ersten Station in den Kräutergarten auf:

  1. Wertschätzen: Die Schöpfung ist uns geschenkt, sie sichert unser Leben. Viele Kräuter helfen uns, gesund zu leben, oder auch Krankheiten zu heilen. In den Klöstern wurde das Wissen darüber weitergegeben über große Zeiträume. In dieser Klostergemeinschaft wurde viel für die Kultivierung der Insel geleistet. Bis heute leben die Weinbau- und Gemüsebetriebe von dieser Entwicklung und Tradition.
  2. Vertrauen: Beim Strandbad, unter schattenspendenden Bäumen, wurden die drei Inselfeiertage betrachtet. Am Markustag (25.4.), am Heiligblutfest (Montag nach Dreifaltigkeitssonntag) und an Mariä Himmelfahrt (15.8.) nehmen sich die Bewohner der Insel frei und gehen in Prozessionen über die Insel. Diese Tage des Glaubens stärken ihr Vertrauen in Gott und seine menschenfreundliche Nähe. Mit dem Lied: „Wohlauf mit hellem Singen… bis hierher half dein Segen, Herr führ es treu hinaus“ (GL 703) nahm die Pilgergemeinschaft Kontakt mit diesem Vertrauen auf und ließ den Impuls in einem eindrucksvollen Schweigegang entlang am Schilfufer nachwirken.
  3. Lassen: Kurz vor Niederzell hörten wir vom Leben des seligen Hermann dem Lahmen (hermanus contractus). Er stammt aus dem adligen Haus aus Altshausen und wurde schon früh auf die Klosterinsel zur Ausbildung gebracht. Trotz seiner körperlichen Einschränkung konnte er seine unglaublichen und vielfältigen Fähigkeiten dank der guten Förderung entwickeln und wurde sogar zum Priester geweiht. Mit dem Lied „Meine engen Grenzen…..wandle sie in Weite, Herr erbarme dich" „(GL 437) wurden die Möglichkeiten Gottes bewusst betrachtet, dem Leben einen Sinn zu geben und trotz unglaublicher Einschränkungen gelassen zu leben und nicht zu hadern. Ein starkes Glaubenszeugnis!
  4. Erwarten: Das Fresco in der Apsis von Peter und Paul in Niederzell sagt aus, wer uns am Ende unseres Lebens erwartet: Jesus Christus der Weltenrichter. Ihm dürfen wir unserer Leben einmal anvertrauen. In diesem gläubigen Vertrauen werden wir ihn in der Herrlichkeit Gottes schauen und beim Vater im Osterlicht der Auferstehung aufgenommen und geborgen sein in seiner Liebe. Den Vorgeschmack des ewigen Gastmahles bei Gott konnten wir in Peter und Paul mit der Pilgergemeinschaft in der Eucharistie feiern.

Im Anschluss konnte jede kleine Pilgergruppe sich einen Platz zum Essen suchen. Es wurde miteinander geteilt, was mitgebracht wurde, dazu kamen die Pilgerseelen von der Insel. Pater Hugo von der Cella der Benediktiner hatte auch den Gewölbekeller unterm Pfarrhaus zur Verfügung gestellt, was dankbar angenommen wurde. 

Im Anschluss ging es per Fußmarsch noch weiter am Uferweg entlang zum Campingplatz, wo noch mit Kaffee und Eis die herrlichen Eindrücke der Insel und die Erlebnisse der Wallfahrt besprochen wurden.

Die beiden Busse erwarteten die Gemeinschaft um 16.00 Uhr und pünktlich vor 17.30 Uhr bogen beide Busse bei St. Magnus ein und dort verabschiedete sich man von den Pilgern aus Schnetzenhausen.

 

Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer in der Organisation und Durchführung und besonders bei den Mitgliedern des Pastoralausschusses für die ansprechende inhaltliche Gestaltung der Wallfahrt.

 

Pfarrer Michael Benner

 

 

Weitere Bilder unter Fotogalerie Seelsorgeeinheit 2018:

4. Kirche vor Ort - Wallfahrt Reichenau

 "Reif für die Insel?"

Wallfahrt auf die Insel Reichenau

am Samstag, 28. April 2018

Die SE-FN-West lädt ein zur gemeinsamen Wallfahrt auf die Insel Reichenau.

Frühe Zeugen des Christentums haben dort ihre Spuren hinterlassen.

 

Wir machen uns gemeinsam auf die Suche der Wurzeln unseres Glaubens. Wir lassen den Alltag hinter uns, schenken unserer Gemeinschaft im Glauben eine Wertschätzung, wir vertrauen, dass Gottes Heiliger Geist uns begleitet, beisteht und tröstet und wir vertrauen auf das Heil unseres Herrn Jesus Christus.

Lassen Sie sich in Ihrem Glauben neu stärken und verbringen Sie den Tag in der Glaubensgemeinschaft:

 

Herzliche Einladung

Pfr. Michael Benner und der Gemeinsame Ausschuss der SE

 

Gemeindewallfahrt "Reif für die Insel"
SE-WP4_Wallfahrt_Einladung.pdf
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