Fronleichnam 2016

Aus der Predigt von Pfarrer Michael Benner an Fronleichnam 2016

und zum 60-jährigen Jubiläum der St. Magnus Kirche

 

„…Über 5000 Menschen waren gekommen, um bei Jesus zu sein, ihn zu erleben, ihn zu hören. Die Menschen hatten Hunger und Durst nach dem Messias, dem Retter und Erlöser, ... weiterlesen der ihnen Mut und Kraft für ihr armseliges Leben schenken sollte.  Und sie kennen das: Wenn man gerne bei jemandem ist, dann geht die Zeit schnell vorbei, weil der Augenblick der Gemeinschaft viel wichtiger ist als alles andere. Jesus hat die Menschen im Herzen berührt, weil er ein Herz für sie hatte. Mit seinen Worten und mit seiner Art auf die Menschen zu zu gehen, hat er ihnen die göttliche Barmherzigkeit gezeigt. Aus jedem Wort und aus jeder Geste konnten die Menschen die Liebe Gottes herauslesen, die ihnen geschenkt wurde. „Er redete zum Volk vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten.“ Diese menschliche Zuwendung brauchte seine Zeit und so wurde es Abend.

Die Zwölf, damit sind die Zwölf Apostel gemeint, die ihn ständig begleiteten und von ihm lernten und ihn auch unterstützten, sie gaben ihm den praktischen Rat, dass er die Menschen wegschicken solle, damit sie vor der Nacht noch zu den  Höfen und Häusern kommen konnten, um sich zu versorgen, denn die Versorgung der Menschen war nicht geplant. Da gabs keinen Festausschuss, der sich schon tageweise vorher darauf vorbereitet hätte.

Doch Jesus überrascht die Zwölf Apostel, ja man könnte sagen, er schockt sie voll, wenn er sagt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“

Die Apostel bleiben schlagfertig und melden die verfügbaren Vorräte: „5 Brote und 2 Fische.“

Ganz klar, das ist zu wenig, da müsste man erst einmal zum Einkaufen weggehen und das würde dauern.

Jetzt gibt Jesus ihnen eine ganz praktische Anweisung: Sie sollten die Leute immer in 50iger Gruppen zusammensetzen.

Jesus nahm das, was da war und machte mit Gottes Hilfe was daraus: „er nahm die 5 Brote und 2 Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie;

Dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.“

Jesus nimmt das an, was es gibt, er nimmt auch den Mangel ernst, traut Gott aber zu, dass er aus dem Wenigen etwas machen kann. Die Jünger hörten auf ihn und setzten seine Anweisungen um und konnten das Wunder der Brotvermehrung miterleben. Ihr Dienst, den sie in enger Absprache mit Jesus ausgeführt hatten war sinnvoll, gehaltvoll und mehr als genug! …….

 

….In den Zeichen von Brot und Wein ist er bei uns gegenwärtig durch die Zeiten hindurch. Immer wieder neu erfahren wir seine Zuneigung, z.B. in den Werken der Barmherzigkeit. Diese Werke sind manchmal auch für uns machbar, immer wieder eins von ihnen. So können auch wir zu Boten der frohen Botschaft werden. Das, was wir in der Verbindung mit unserem Herrn Jesus Christus vollbringen und leisten genügt, denn er wird es anreichern, so dass es für alle reicht. Wenn viele auf ihn vertrauen und sich mit ihren Talenten beteiligen, werden Körbe voll übrig bleiben. Liebe Schwestern und Brüder, im Vertrauen auf unseren Herrn Jesus Christus und auf die Fürsprache der 12 Apostel dürfen wir ohne Furcht und mit Mut unseren Weg miteinander gehen, den wir schon begonnen haben, von der St. Vitus Kirche, die über viele Jahre lang die Pfarrkirche von Fischbach war, weiter zur St. Magnus Kirche deren 60igjähriges Jubiläum wir heute in großer Dankbarkeit begehen.

Für diesen Weg in die nahe Zukunft stärken wir uns heute in dieser großen Gemeinschaft, stärken wir uns durch Gottes Wort und besonders an Fronleichnam im gemeinsamen Mahl, indem uns Jesus sich selbst schenkt in den Zeichen von Brot und Wein, mit seinem Leib und Blut, das uns sein Leben und seine göttliche Liebe schenkt. So dürfen wir getröstet, begleitet und gestärkt unser Leben gestalten und selber zu Boten des Heils werden nach dem Vorbild der 12 Apostel. Amen“

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